Das Leben ist ein Ponyhof
Es gibt diese kleinen Momente am Tag, in denen wir einen winzigen Fehler machen, vielleicht etwas verschütten und dann hart mit uns selbst ins Gericht gehen.
„Wie konntest du nur so dumm sein?“ „Du blöde Kuh?“, so spricht dann eine harte innere Stimme zu uns selbst.
„Na und? Das Leben ist halt kein Ponyhof!“ so was gehört nun mal zum Leben dazu. Ein wenig Härte, auch gegenüber sich selbst kann doch nicht schaden. - Oder?
Das diesjährige Fastenmotto kommt da gerade recht. Während der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostermontag findet, heuer wieder die evangelische Fastenaktion „7 Wochen ohne“ unter dem Motto: „Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ statt.
Die Aktion „Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ lädt dazu ein, die Passionszeit bewusst zu erleben. Im Mittelpunkt steht ein mitfühlender Umgang miteinander: Den Schmerz anderer wahrnehmen, Halt geben und neue Wege des Miteinanders entdecken.
Härte kann sich im Alltag auf vielen Wegen zeigen: in scharfen Worten, in Situationen, die uns verletzen oder sprachlos machen. Oft legen wir selbst einen Panzer an, um uns zu schützen – und merken doch, wie sehr wir uns damit voneinander entfernen. Die Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ lädt dazu ein, einen anderen Weg zu gehen.
Unter dem Motto „Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ wird angeregt, wahrzunehmen, wenn ein anderer Mensch gerade von Schwierigkeiten betroffen ist.“
Ralf Meister, Landesbischof in Hannover und Botschafter der Aktion
„7 Wochen Ohne“. motiviert das Motto: „Wir üben uns in einem mitfühlenden Umgang miteinander.“ Auch mit sich selbst!
Sieben Wochen lang kann jede und jeder ausprobieren, wie befreiend es sein kann, Härte hinter sich zu lassen und Gottes liebevollen Blick auf die Welt zu teilen. So kann die Passionszeit zu einer Zeit werden, die verändert.
Härte sagt: Du musst perfekt sein.
Gott sagt: Du darfst so sein wie du bist.
Härte sagt: Reiß dich zusammen.
Gott sagt: Komm erst einmal zur Ruhe.
Härte macht eng.
Gott macht weit.
Nein das Leben, ist leider kein Ponyhof. Aber vielleicht wäre ein bisschen Ponyhof gerade in schweren Zeiten gar nicht so schlecht. Ein Ort an dem wir unseren nächsten lieben wie uns selbst (Mt 22,39) und die Härte draußen bleibt.